Fragen und Antworten zur Bibel

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Norbert Homuth

Frage:

Auf einer Internet Seite fand ich die "Vermutung", dass
Norbert Hohmut, der Versender der "Glaubens-Nachrichten", in der "Hauszellengemeinde" beheimatet sei. Stimmt das?


Antwort:

Die "Vermutung" ist falsch. Die URL www.hauszellengemeinde.de ist eine private Internetpräsenz und N. Homuth ist nicht involviert.

Wir haben lediglich aus Publikationen von Norbert Homuth zitiert. Wir haben auch aus anderen Veröffentlichungen (z. B. "evangelische Allianz" u.v.m.) zitiert. Das bedeutet nicht, dass z. B. die "evangelische Allianz" an diesem Projekt beteiligt ist.
20.8.06 20:01


Teufel

Frage:

Sehr geehrte Mitglieder der Hauszellengemeinde, großes Lob
möchte ich Ihnen für die interessant und umfassend gestaltete Seite aussprechen. Trotz eifrigen Lesens konnte ich mir eine Frage nicht beantworten, die mich seit langer Zeit beschäftigt.

Ich habe gehört, dass es innerhalb der Pfingstbewegung Strömungen gibt, die den Islam als Versuchung des Teufels/Satans brandmarken und der festen Überzeugung sind, dass Jesus Christus bei seiner Wiederkehr auf dem
Tempelberg in Jerusalem das Böse (den Islam) bekämpfen und diesen auch besiegen wird. Wie heißt diese Gruppe und wie groß ist ihre Anhängerschar? Wie lassen sich solche Ansichten mit der Bibel in Einklang bringen?
Über eine Antwort Ihrerseits würde ich mich freuen.
Herzlichen Dank im Voraus


Antwort:

Meines Wissens gibt es viele Gruppierungen in der Pfingstbewegung, die diese Dinge lehren. Ich möchte zwei davon herausgreifen:

a) Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ), die höchst politisiert auftritt: 1980 – nach einem entsprechenden Parlamentsbeschluss ("Jerusalem-Gesetz") – vollzog die israelische Regierung auch formell die Annexion Ost-Jerusalems. Die internationale Öffentlichkeit verweigerte ihre Zustimmung; noch heute befinden sich die meisten ausländischen Botschaften nicht in Jerusalem, sondern in Tel Aviv. Genau in dieser Zeit gründeten christliche Fundamentalisten aus aller Welt in Jerusalem die "International Christian Embassy" – als Zeichen der Solidarität mit dem neuen Status Groß-Jerusalems als der "ewigen Hauptstadt Israels". Das offizielle Israel begrüßte diese Sympathiebekundungen. Zu den Aktivitäten der "Botschaft" gehören PR-Aktionen zugunsten Israels (Zeitschriften, Newsletters, Flyers usw.), christliche Zionistenkongresse, aber auch die Förderung und Vermittlung israelbezogener Projekte. Jährlicher Höhepunkt ist eine "christliche Feier" während des jüdischen Laubhüttenfestes – nach eigenen Angaben inzwischen "die größte touristische Veranstaltung in Israel". Auch der deutsche Zweig, ansässig in Stuttgart, ist in seinen Äußerungen und Aktivitäten hoch politisiert. Das ICEJ-Netzwerk ist u.a. verlinkt mit der Website von Hal Lindsey, der zu den radikalsten christlich-fundamentalistischen Apokalyptikern in den USA gehört und in den 80er Jahren einer der religionspolitischen Berater von Ex-Präsident Ronald Reagan war.

b) Eine kaum weniger einflussreiche Israel-Arbeit verbindet sich mit dem Namen Ludwig Schneider. Dieser Mann wird in der einschlägigen Szene wie ein Guru verehrt. Die Gründung des Schneider’schen Lebenswerkes geht auf das Jahr 1974 zurück, als der charismatische Fundamentalist bei Düsseldorf einen Verein namens "Israel-Hilfe" gründete.

Grundsaätzlich bin ich der Meinung, dass jede Religion eine Verführung des Teufels ist. Der biblische Glaube ist genau das Gegenteil von Religion.

Die Hypothese, dass der Islam vom Tempelberg bekämpft wird, kann ich in der Bibel nicht finden.

Literatur: Kloke Martin: Endzeitfieber und Pulverfass 2004
20.8.06 19:58


drei sind eins

Frage:

Gibt es die Dreieinigkeit?


Antwort:

Dreieinigkeit oder Trinität (vom lat. tres = drei) ist die Lehre, dass Gott ein göttliches Wesen in drei Personen (Vater, Sohn und Heiliger Geist) ist.

Betrachten wir die Bibel im Blick auf die Dreieinigkeit Gottes, so ist zunächst festzustellen, dass sich der Begriff "Dreieinigkeit" oder "Trinität" nirgends findet. Der Begriff wurde vermutlich erst von Theophilus von Antiochia um 180 n. Chr. geprägt und von Tertullian bald darauf ausgestaltet. Dass der Begriff nicht vorkommt, schließt aber keineswegs aus, dass die Sache, die der Begriff zusammenfasst, an vielen Stellen der Heiligen Schrift deutlich zum Ausdruck gebracht wird. Hier ist zunächst an die "trinitarischen Formeln" ("Vater, Sohn und Heiliger Geist"), Beschreibungen oder Erzählungen zu erinnern, die sich mehrmals im Neuen Testament finden, etwa in Mt 3,16 f.; 28,19; 1. Kor 12,4-6; 2. Kor 13,13; Eph 4,3-6; 1. Petr 1,2; Hebr 10,29-31; Jud 20.21; Offb 1,4 f. Vater, Sohn und Heiliger Geist sind hier zusammengestellt oder in ihrem (innertrinitarischen) Handeln aneinander beschrieben. Weitere relevante Stellen sind z. B. Mk 1,9-11; Lk 1,35; 3,21 f.; Joh 3,34-36; 14,26; 16,13-15; Apg 2,32 ff.; Röm 15,16.30; 2. Kor 3,4-6; Eph 1,13 f.; 2,18-22; 3,14-17; 2. Thess 2,13 f.; 1. Tim 3,15 f.; Hebr 9,14.

Die Lehre von der Dreieinigkeit kann so formuliert werden:

Es existiert ein einziger wahrer Gott (Monotheismus). Dieser wirkt und offenbart sich als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Der Vater ist Gott, der Sohn ist Gott, der Heilige Geist ist Gott – wesenseins existierend, und doch in drei Personen offenbar. Jesus Christus hat während seiner irdischen Existenz zwei Naturen besessen: wahre Göttlichkeit und wahre Menschlichkeit. Er war wirklicher Mensch: Er wuchs heran vom Kind zum Mann, empfand Hunger und Durst, Müdigkeit und Schlaf, Trauer und Freude. Er erlitt körperlichen und seelischen Schmerz und schließlich den Tod (vgl. Mt 2,1; Lk 4,2; 19,41; Joh 4,6; 13,21; 19,28.30 u.a.). Doch zugleich war und ist er wirklicher Gott. Er besaß Macht über die Natur, konnte die Gedanken der Menschen erkennen, Sünden vergeben, Krankheiten wunderbar heilen und Tote zum Leben erwecken. Die ganzen Evangelien sind voll von solchen Berichten. Dennoch unterschied er sich von Gott dem Vater insofern, als er in seiner irdischen Existenz irdischen Grenzen zum Teil unterworfen war: Er besaß in dieser Zeit keine Allgegenwart und Allwissenheit, sondern entäußerte sich freiwillig dieser Eigenschaften (Kenosis; vgl. v.a. Phil 2,6-11). Dies war vor seiner Menschwerdung anders und änderte sich wieder nach seiner Auferstehung und Erhöhung zum Vater. Die Zeit seiner Menschwerdung wird deshalb auch treffend als "status exinanitionis" ("Zustand der Selbstentäußerung/Selbsterniedrigung der Gottheit") bezeichnet. Wird dies nicht beachtet, dann entstehen solche Missverständnisse und Fehldeutungen wie bei den Arianern und Zeugen Jehovas. Murray J. Harris spricht von der "substantiellen Einheit" und "personalen Unterschiedenheit" von Vater, Sohn und auch Heiligem Geist. Er führt aus: "Obwohl er theós (Gott) ist, wird Jesus niemals patér (Vater) oder kýrios ho theós (= JHWH elohim) oder ho mónos alethinos theós (der einzige wahre Gott) genannt ... In binitarischen oder trinitarischen Abschnitten oder Formulierungen wird nur der Vater, niemals der Sohn (oder Geist) als ho theós bezeichnet (z.B. binitarisch: 1. Kor 1,3; 8; trinitarisch: 12,4-6; 2. Kor 1,21-22; 13,14)" (Harris, Jesus as God, 1992, 275).

Von verschiedenen Richtungen, etwa der Liberalen Theologie, des Islam und von Sekten wie z.B. den Zeugen Jehovas wird insbesondere die Gottheit des Sohnes Jesus Christus bestritten. Nachfolgend deshalb ein Überblick über Bibelstellen, die dokumentieren, dass JHWH (das alttestamentliche Tetragramm für den Namen Gottes; s. Jehova-Name) und Jesus eins sind. Diese Einheit wird etwa an den Eigenschaften deutlich, die JHWH und Jesus gemeinsam haben. Aus der Fülle der Prädikate und Bibelstellen kann hier nur eine kleine Auswahl genannt werden.

a. JHWH ist Gott
(1. Mose 1,1; 5. Mose 6,4; Ps 45,6 f.) – und Jesus ist Gott (Joh 1,1.18; 20,28; Röm 9,5; Tit 2,13; Hebr 1,8; 2. Petr 1,1; s.u.).

b. JHWH ist Herr in Herrlichkeit
(1. Mose 15,7; 2. Mose 20,2; 4. Mose 6,24 ff.; 5. Mose 6,4) – und Jesus ist Herr in Herrlichkeit (Mk 12,35 ff.; Lk 2,11; Joh 20,28; Apg 2,36; 10,36; Röm 10,9; 1. Kor 8,5 f.; 12,3; 16,22; 2. Kor 4,5; Phil 2,11; 1. Petr 2,3; 3,15; Jak 2,1).

c. JHWH ist Erster und Letzter, Alpha und Omega
(Jes 41,4; 48,12; Offb 1,8) – und Jesus ist Erster und Letzter, Alpha und Omega (Offb 1,17 f.; 2,8; 22,12-16).

d. JHWH ist Retter und Erlöser
(Ps 130,7 f.; Jes 43,3.11; 48,17; 54,5; 63,8 f.; Lk 1,47; 1. Tim 4,10) – und Jesus ist Retter und Erlöser (Mt 1,21; Lk 2,11; Joh 1,29; 4,42; Apg 20,28; Eph 1,7; Tit 2,13; Hebr 5,9; 9,12).

e. JHWH ist himmlischer König
(Ps 95,3; Jes 43,15; 1. Tim 6,14-16) - und Jesus ist himmlischer König (Offb 17,14; 19,16).

f. JHWH ist himmlischer Richter
(1. Mose 18,25; Ps 50,4.6; 96,13; Röm 14,10) – und Jesus ist himmlischer Richter (Joh 5,22; 2. Kor 5,10; 2. Tim 4,1).

g. JHWH ist Schöpfer
(1. Mose 1,1; Hiob 33,4; Ps 95,5 f,; 102,26.; Jes 40,28) – und Jesus ist Schöpfer (Joh 1,2 ff.; Kol 1,15-18; Hebr 1,1 ff.).

h. JHWH existiert von Ewigkeit her
(1. Mose 1,1; 2. Mose 3,15; Ps 90,2; Dan 6,27; Röm 1,20) – und Jesus existiert von Ewigkeit her (Joh 1,1; 8,58; 12,41; 17,5; 1. Kor 10,4; Phil 2,6; Hebr 9,26; 13,8; Jud 25

i. JHWH vergibt Sünden
(2. Mose 34,6 f.; Neh 9,17; Dan 9,9; Jona 4,2) – und Jesus vergibt Sünden (Mk 2,1-12; Apg 5,31; 26,18; Kol 2,13; 3,13).

j. JHWH weckt Tote auf
(1. Sam 2,6; Mt 22,31 f.; Joh 5,21; Apg 2,24; 3,15; Röm 4,24; 2. Kor 1,9) – und Jesus weckt (auch im Endgericht!) Tote auf (Lk 7,11 ff.; Joh 5,21; 6,40; 11,39 ff.).

k. JHWH empfängt Lobpreis und Anbetung von Engeln und Menschen
(5. Mose 32,43; Ps 22,28; 66,4; 95,6; 97,7; 99,9; Jes 45,23; Offb 14,7; 19,10) – und Jesus empfängt Lobpreis und Anbetung von Engeln und Menschen (Mt 2,2; 14,33; 28,9. 17; Joh 5,23; 20,28; Apg 1,24; 7,59 f.; 9,10 ff.; 22,16 ff.; 1. Kor 1,2; 16,22; 2. Kor 12,8; Phil 2,10 f., Hebr 1,6; Offb 5,8 ff.)

Hinzu kommt noch eine ganze Reihe weiterer gemeinsamer Prädikate und Eigenschaften, etwa "Licht", "Fels", "Hirte", "Lebensspender" und "Allgegenwärtiger". Auffallend ist auch, dass die "Ich-bin"-Worte Jesu im Johannes-Evangelium (z.B. Joh 6,35; 8,24; 8,58; 11,25; 18,4-6) unmittelbar auf den JHWH-Namen hinweisen (vgl. 2. Mose 3,14!). Der Neutestamentler Murray J. Harris hält als Ergebnis seiner umfangreichen exegetischen Untersuchung sämtlicher relevanter Bibelstellen zum Thema "Jesus as God" fest:

"Es ist sicher, dass der Begriff ´theós` (´Gott`) auf Jesus Christus in Joh 1,1 und Joh 20,28 angewandt wird. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er in Röm 9,5; Tit 2,13; Hebr 1,8 und 2. Petr 1,1 auf Jesus Christus bezogen wird, wahrscheinlich auch in Joh 1,18 ... Wenn Jesus als ´theós` (´Gott`) oder ´ho theós` (´der Gott`) bezeichnet wird, dient dies dazu, seine Gottheit expressis verbis zu bestätigen. Sicherlich steht oder fällt aber die neutestamentliche Lehre von der Gottheit Christi nicht mit der Zahl der Stellen, an denen Jesus ´theós` genannt wird. Sogar wenn der Titel niemals in bezug auf Jesus gebraucht würde, ist seine Gottheit offensichtlich. Zum Beispiel ist er Empfänger der Anbetung von Menschen und Engeln und des rettenden Glaubens. Er übt Funktionen aus, die ausschließlich Gott zukommen, etwa beim Schöpfungsakt, beim Vergeben von Sünden und beim Endgericht. Bittgebete werden an ihn gerichtet. Alle göttlichen Attribute sind ihm eigen. Er trägt zahlreiche Titel, die im Alten Testament auf JHWH bezogen werden" (Harris 1992, 271. 293; Übersetzung: L. G.).

Lit.: M . J. Harris, Jesus as God, 1992;
L. Gassmann, Zeugen Jehovas, 2000.

Quelle: www.bible-only.org
20.8.06 19:55


Bibelstelle

Frage:

Wo in der Bibel oder im Gesangbuch steht die Stelle: “dass
uns werde klein das Kleine und das Große groß erscheine, sel’ge Ewigkeit”. Vielen Dank im voraus!


Antwort:

In der Bibel ist diese Stelle nicht zu finden, da dieser Satz vor gut 100 Jahren von Marie Schmalenbach gedichtet wurde. Hier das vollständige Zitat:

"Ewigkeit, in die Zeit leuchte hell herein, daß uns werde klein das Kleine und das Große groß erscheine!"
20.8.06 19:52


Vision

Frage:

Liebe Geschwister,
wie würdet ihr auf folgende Aussage reagieren?
"Ich habe die Vision, dass wir ...."
Glaubt ihr, dass Gott heute noch (in Ausnahmefällen) durch Visionen zu Menschen redet, oder lehnt ihr diesen Gedanken völlig ab? Vielen Dank für eure Mühe


Antwort:

Ich bin davon überzeugt, dass auch heute noch GOTT durch Visionen redet, da es auch heute noch alle Geistesgaben gibt. Allerdings müssen auch Visionen am Wort GOTTES geprüft werden, weil leider auch hier viel "Schindluder" getrieben wird.
20.8.06 19:48


Derek Prince

Frage:

Hallo, mich würde mal interessieren in wie weit ihr/du euch mit schriften und lehren von derek prince auskennt und ob er weitestgehend richtige lehre vertritt?


Antwort:

Ich habe von Derek Prince nicht viel gelesen. Prince gehörte zur sog. Shephard-Discipleship-Bewegung. In den 70er Jahren formiert sich durch den übergroßen Einfluß von Bob Mumford, Derek Prince, Charies Simpson, Don Basham und Ern Baxter, die auch als die "Fort Lauderdale's" Five bezeichnet werden, die sogenannte Shepharding-Discipleship-Bewegung. Jeder Gläubige ist einer Person über ihm, gewöhnlichen Hirte genannt, besonders verantwortlich.

Diese falsche Lehre führte jedoch zu solch einer Hörigkeit und Abhängigkeit von dem jeweiligen "Hirten", dass der Manipulation und Knechtschaft durch andere "geistliche" Menschen Tür und Tor geöffnet wurde (1. Kor. 7,23).
Die Hörigkeit und Abhängigkeit des jeweiligen Gläubigen von seinem "Hirten" ging so weit, daß Charismatiker selbst von Gehirnwäsche und Behexung sprachen (Pat Robertson). Derek Prince hat sich später öffentlich von dieser Lehre distanziert und über seine Gesetzlichkeit Buße getan (Vortrag im August 1991, Ost-West-Konferenz, Karlsruhe).

Ich kenne biblische und unbiblische Lehren von D. Prince. Problematisch sehe ich den von ihm propagierten "Befreiungsdienst".
20.8.06 19:46


Erweckung

Frage:

wie kann man Erweckung zu Stande bringen?
Danke im voraus


Antwort:

Überhaupt nicht. Das hebr. Wort für "Erweckung" lautet QUM, bzw. ´HEQIM und bedeutet "aufstehen", "auftreten", bzw. "auftreten lassen, erwecken". In dieser Bedeutung finden wir im AT das Wort sehr häufig.
Es handelt sich dabei ausschließlich um ein Tun GOTTES. GOTT erweckt, d. h. läßt einzelne Personen auftreten: einen Propheten (5. Mose18,15), einen Richter (Ri. 2,18), einen Retter (Ri. 3,9.15), einen treuen Priester (1. Sam. 2,35), einen König (1. Kön. 14,14), sogar einen Widersacher (1. Kön. 11,14.23), den Kyros als sein Werkzeug (Jes. 45,13), einen einzigen Hirten (Hes. 34,23) u.a.m. GOTT erweckt auch Nachkommenschaft (2. Sam 7,12), kann sogar dem Abraham aus "diesen Steinen" Kinder erwecken (Mt. 3,9). Wenn der HERR den Geist von Menschen erweckt, dann bewegt er sie zu bestimmtem Handeln (1. Chr. 5,26; Esr. 1,1. 5 u.ö.). GOTT erweckt auch ganze Völker und setzt sie zu kriegerischen Handlungen in Bewegung (Jes. 13,17; Jer. 50.9). Umgekehrt beten gläubige Fromme zum HERRN, Er möge seine Kraft erwecken, um Israel wiederherzustellen (Ps. 80,3).
20.8.06 19:41


1.Kor 11,5.10

Frage:

Wie sind folgende Bibelverse zu verstehen? Welche
Verhaltensweise wird hier von der christlichen Frau erwartet?

Eine Frau aber, die betet oder prophetisch redet mit unbedecktem Haupt, die schaendet ihr Haupt: denn es ist gerade so, als waere sie geschoren.
Darum soll die Frau eine Macht auf dem Haupt haben um der Engel willen


1. Was bedeutet "prophetisch reden" ? Hat das etwas mit "lehren" oder "weissagen" zu tun? Nach andern Bibelstellen soll eine Frau nicht lehren.

2.Bedeutet dies, dass eine Frau im Gottesdienst einen Hut/Kopftuch tragen soll? Es geht hier ja "nur" ums prophetisch reden und (vor)? beten.

3. Was haben Haare bzw. Kopfbedeckung eigentlich mit Engeln zu tun?


Antwort:

zu 1.:
Der Begriff "prophetisch reden" ist identisch mit "weissagen", aber von "lehren" zu unterscheiden. Im Grundtext steht für "prophetisch reden" der griech. Begriff propheteuo und hat folgende Bedeutung:

1) weissagen, etw. Zukünftiges vorhersagen d.h. das aussprechen was man nur durch göttliche Offenbarung wissen kann; durch göttliche Eingebung reden; d. Ratschlüsse GOTTES enthüllen. 2Chr 18,7; Joe 3,1; Mt 11,13; 26,68; 1Petr 1,10; Jud 1,14; Offb 10,11 ua.
2) in durch GOTTES GEIST gewirkten Lobpreis ausbrechen. Lk 1,67
3) mittels d. Gabe d. Weissagung zu d. Gläubigen zur Ermahnung, Erbauung und Tröstung sprechen (d.h. das offenbarte Wort Gottes so auf d. Herzen d. Zuhörer anwenden, daß Ermahnung, Erbauung und Tröstung bewirkt wird). Offb 11,3; 1Kor 11,4.5; 14,1.3-5.24.31.39
(Quelle: Strong: Griechisch-Deutsch Lexikon)

Zu 2.:
Die Kopfbedeckung (kein Hut, sondern die Frau soll ihr Haupt verhüllen) der Frau bezieht sich auf die prophetische Reden und das Beten. Nur dafür soll die Frau ihr Haupt verhüllen.

Zu 3.:
Die Gemeinde wird von Engeln beobachtet (1. Kor 4,9; Eph 3,10; 1. Tim 5,21; vgl. Ps 103,20 - 21). Wenn eine Frau ihre Freiheit also so versteht, daß sie in der Gemeinde ihren Kopf nicht mehr bedecken muß, d. h., wenn sie das Zeichen ihrer Macht (oder wörtlich: "Vollmacht, exousia, ein Freiheitsbegriff, vgl. 1. Kor 7,37; 1. Kor 8,9; 1. Kor 9,4 - 6.12.18) ablegt, so bedeutet das, die Weisheit GOTTES (Eph 3,10) in Misskredit zu bringen.
26.5.06 18:47


christliche feste

Frage:

ist der sukkot ein christliches fest???


Antwort:

Sukkot, das Laubhüttenfest, ist ein jüdisches Pilgerfest bzw. Wallfahrtsfest. Es wird im Herbst acht (in der Diaspora) oder sieben Tage lang (in Israel) gefeiert - vom 15. bis 22./21. Tischri des Jüdischen Kalenders. Im 3. Mose 23, finden sich die entsprechenden biblischen Anweisungen.

Sukkot gilt als das größte Freudenfest des jüdischen Jahres. Der Name stammt von folgendem Brauch: In Erinnerung an die Wüstenwanderung bauen Juden aus Ästen, Blättern und Stoffplanen zu diesem Fest eine Laubhütte - im Garten, auf dem Hof oder auch auf dem Balkon. Im Falle von Hochhaussiedlungen wird meist eine gemeinsame Hütte für alle dort lebenden jüdischen Familien im Hof aufgestellt. In dieser Hütte werden die Mahlzeiten abgehalten, es wird gefeiert und evtl. werden auch jüdische Texte gelesen. Falls das Klima es zulässt, kann in dieser Laubhütte auch übernachtet werden. Gänzlich gesichert ist die Herkunft dieses Festes aber nicht - möglicherweise entspringt es auch einem Fest zur Weinlese in Palästina.

Das Bauen der Laubhütte gilt als Erinnerung daran, dass wir Menschen in der Welt uns auf Materielles wenig verlassen können, weil wir es vielleicht bald verlieren werden. Vielleicht müssen wir bald sogar unser Haus und unseren Wohnort verlassen. Gott hingegen können wir unbedingt vertrauen; er ist unvergänglich.

Zu den Gottesdiensten in der Synagoge bringen die Teilnehmer Feststräuße aus vier Pflanzenarten mit: Zweige von Palmen, Myrten, Weiden, und die Etrog (eine Zitrusfrucht). Dieser Feststrauß, auch Lulaw genannt, wird während des Gottesdienstes geschwenkt (im orthodoxen Judentum von den Männern). Dies ist ein Zeichen der Freude.

Am letzten Tag von Sukkot findet das Fest der Tora-Freude (Simchat Tora) statt.

Im Reformjudentum dauert Sukkot auch in der Diaspora nicht acht, sondern nur sieben Tage.

Im Buch des Propheten Sacharja wird das Laubhüttenfest mit den Nichtjuden in Verbindung gebracht:

Sacharja 14,16-19:
Und es wird geschehen: Alle Übriggebliebenen von allen Nationen, die gegen Jerusalem gekommen sind, die werden Jahr für Jahr hinaufziehen, um den König, den HERRN der Heerscharen, anzubeten und das Laubhüttenfest zu feiern. Und es wird geschehen, wenn eines von den Geschlechtern der Erde nicht nach Jerusalem hinaufziehen wird, um den König, den HERRN der Heerscharen, anzubeten: über diese wird kein Regen kommen. Und wenn das Geschlecht Ägyptens nicht hinaufzieht und nicht kommt, dann [wird der Regen] auch über dieses nicht [kommen]. Das wird die Plage sein, mit der der HERR die Nationen plagen wird, die nicht hinaufziehen werden, das Laubhüttenfest zu feiern. Das wird die Strafe für Ägypten und die Strafe für alle Nationen sein, die nicht hinaufziehen, das Laubhüttenfest zu feiern.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sukkot
1.5.06 17:44


Adventisten

Frage:

Hallo,
ich habe gerade eure Seite über die Adventis gelesen. Nun, ich selbst bin zwar kein Adventist, aber ich befasse mich seid nun fast drei Jahren mit dieser gemeinschaft und ihrer Lehre.
Was E.G. White angeht, bin ich ähnlicher Meinung wie ihr.
was allerdings die Aufhebung des Gestzes als gnazes betriift, so muß ich doch energisch widersprechen. Darf ich denn
heute als Christ die Ehe Brechen, darf ich lügen, stehlen, oder darv ich etwa morden??? ohne Schaden an meiner Seele und der der anderen zu nehmen? Ich denke doch wohl nicht. Wenn nun im neuen Bund mit dem nicht mehr gelten des Gesetzes die ganze Tora abgeschafft ist, warum gibt es denn dann noch immer Sünder?
Nein meine lieben geschwister, die aufteilung in das Sittengesetz und das Mosaische gestz ist meiner meinung nach absolut korrekt. Lesen wir doch, dass Gott selbst mit seinem Finger die 10 gebote in Steinerne tafeln schrieb und diese dann in der Bundeslade später aufbewahrt wurden. Desgleichen lesen wir auch, das Mose dann die Gesetz, damit sind die Mosaischen gemeint, auf Papyrusrollen schrieb und sie neben die Lade des Bundes legte. Sind das nun zwei verschieden oder nicht? Wer lesen kann, der verstehe. Würde mich über eine schnelle Antwort von euch freuen.
In der Liebe unseres Herrn verbunden


Antwort:

Das Gesetz hat dem Menschen etwas befohlen und er musste es tun. Nun sind wir in eine Position gekommen, wo wir Söhne sind und in eine Beziehung, die durch Liebe geprägt ist, eingetreten sind. Wenn wir den Herrn JESUS lieben, dann wird das Recht des Gesetzes erfüllt in uns, die nicht nach dem Fleische, sondern nach dem Geiste wandeln. (Röm 8,4). Wenn wir jetzt nicht die Ehe brechen, nicht lügen, nicht stehlen, nicht morden usw. dann tun wir das nicht, weil es im Gesetz steht, sondern, weil wir CHRISTUS lieben. Das ist ganz genauso in unserer Ehe. Unsere Frauen haben uns nie gesagt, wir dürften nicht fremdgehen, und wir haben auch keinen Ehevertrag unterschrieben, in dem so etwas Ähnliches enthalten ist. Trotzdem gehen wir jetzt nicht in ein Bordell, weil wir eben unsere Frauen lieben. Auch wissen Söhne, ohne ein bestimmtes Gebot empfangen zu haben, was den Eltern gefällt oder nicht, dafür sind sie Söhne – Kleinkinder haben dieses Unterscheidungsvermögen noch nicht.

Es wird in diesem Zusammenhang auch argumentiert, dass man schließlich auch nur aus Liebe zum Herrn Jesus die Gebote hält. Es stehe ja schließlich geschrieben: Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Leider geht man dann zu schnell davon aus, dass es hier heißt: "wer die zehn Gebote hält, der ist es, der mich liebt". Das steht dort aber nicht. Das wollen viele nicht sehen. Das Problem ist, dass man

1) nicht unterscheidet das es neutestamentliche Gebote des HERRN gibt, die mit dem Gesetz nichts zu tun haben, und
2) dass das Gesetz für Gestorbene – wie die Christen eben nun mal sind – keine Anwendung hat.

Auch Gal 2,19 sagt, dass wir dem Gesetz [nicht nur den 10 Geboten] gestorben sind. Das Gesetz ist wohl noch da und zeigt noch jedem Menschen von Natur seinen hoffnungslos verlorenen Zustand (1.Tim 1,9), aber wir [Christen, die wiedergeboren sind] sind nicht mehr da, wir sind - was das Gesetz angeht - tot. Wir sind aber nicht nur mit CHRISTUS dem Gesetz gestorben, sondern wir sind nach Gal. 2,19 auch durch das Gesetz, dem Gesetz gestorben. Das Gesetz wird dadurch bestätigt, dass Gesetzesübertreter mit dem Tod bestraft werden. Nur wenn wir das Gesetz in vollem Umfang tun, verheißt es uns Leben. Da aber das Gesetz nicht vollbracht werden konnte (außer von CHRISTUS), sind wir durch das Gesetz, dem Gesetz gestorben. Das ist auch das ganz ernste Problem für solche, die sich heute unter das Gesetz stellen wollen. Und das gilt unabhängig davon, ob sie es tun, um dadurch errettet zu werden, oder ob sie es als Lebensregel benutzen wollen. Egal wie, das Gesetz wird sie für schuldig befinden, und das Gesetz hat für die Schuld nur eine Folge übrig: Todesstrafe.

GOTT schrieb die "Zehn Gebote", die ein Teil des mosaischen Gesetzes sind, mit Seinen Finger auf die Steintafeln. Später hat Mose das gesamte Gesetz geoffenbart bekommen, welches er auf Papyrusrollen niederschrieb. Aber nirgends bestätigt die Bibel, dass das Gesetz künstlich in ein Sitten- und Zeremonialgesetz aufgeteilt wird.

Quelle: http://www.soundwords.de/artikel.asp?id=1090
1.5.06 17:32


Bibelübersetzungen

Frage:

Wie lange muss ich forschen, was die richtige
Bibelübersetzung ist? Gott hat uns sein Wort gegeben und hat auch mit der Babylonischen Sprachverwirrung dafür gesorgt, dass es viele Sprachen auf dieser Erde gibt.
Weshalb sorgt er nicht dafür, dass jede Sprache eine gottgehauchte Übersetzung hat?


Antwort:

Du musst eigentlich gar nicht forschen. Das Wort GOTTES ist der sog. Textus Receptus. Jetzt musst du nur noch eine Bibelübersetzung finden, die den T. R. übersetzt. In Deutschland gibt es davon nicht allzuviele:
Schlachter 2000
Genfer Studienbibel.

Da der T. R. vorhanden ist, ist es auch möglich, dass jede Sprache eine gottgehauchte Übersetzung hat. Das Problem ist, dass viele (schlaue) Leute versuchen, das Wort GOTTES zu "verbessern". Deshalb haben diese Leute die Bibelkritik erfunden und verändern das gottgehauchte Wort GOTTES.
1.5.06 17:09


Sünde

Frage:

hey,
a) in welcher bibelstelle hat jesus gesagt das er für die sünden der menschen stirbt?
b) was hat jesus über die sünde gesagt?


Antwort:

Zu a)
Z. B.:
Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden. (Mt 1, 21)

Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. (Mt 26, 28)


Zu b)
Z. B.:
Wenn dir aber dein rechtes Auge ein Anstoß [zur Sünde] wird, so reiß es aus und wirf es von dir! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. (Matth. 5,29)

Und wenn deine rechte Hand für dich ein Anstoß [zur Sünde] wird, so haue sie ab und wirf sie von dir! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. (Matthäus 5,30)

Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf Erden Sünden zu vergeben - sprach er zu dem Gelähmten: Steh auf, nimm deine Liegematte und geh heim! (Matth. 9,6)

Geht aber hin und lernt, was das heißt: "Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer". Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße. (Matth. 9,13)

Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden. (Matth. 12,31)

Als sie nun fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie! (Joh. 8,7)

Darum habe ich euch gesagt, dass ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben. (Joh. 8,24)

Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde. (Joh. 8,34)

Wenn ich nicht gekommen wäre und zu ihnen geredet hätte, so hätten sie keine Sünde; nun aber haben sie keinen Vorwand für ihre Sünde. (Joh. 15,22)

Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht; (Joh. 16,8)
1.5.06 17:01


Schweinefleisch essen?

Frage:

Hallo,
dürfen wir als Christen, Schweinefleisch essen, oder ist das Gebot aus dem AT noch gültig?


Antwort:

Warum verbot Gott das Essen bestimmter Nahrung? War es einfach ein unverständlicher Test für den religiösen Gehorsam? Sicher spielten ohne Zweifel gewisse hygienische Absichten in Gottes Fürsorge eine Rolle (Harrison, Leviticus, S.124-126 führt diese Sicht näher aus). Doch der eigentliche Sinn der Speisegesetze war ein theologischer. Sie sollten Israel symbolisch seinen Status als heiliges, also abgesondertes Volk Gottes lehren. Es ist nicht zu übersehen, daß die beiden großen Kapitel über Speisegesetze mit dem Hinweis auf die göttliche Erwählung Israels als heiliges Volk verbunden werden (einleitend in 5.Mose 14,1-2; abschließend in 3.Mose 11,44-45). Die dreifache Einteilung der Tiere in unreine Tiere, reine Tiere und Opfertiere entspricht der parallelen Einteilung der Menschen in Unreine (außerhalb des Lagers Israels), Reine (gewöhnliche Israeliten, die sich nicht verunreinigt hatten) und Priester (die die Opfer im Heiligtum darbrachten) (nach Wenham Leviticus, S.170).

Das Gebot aus dem AT ist für Christen nicht gültig:

Merkt ihr nicht, daß alles, was zum Mund hineingeht, das geht in den Bauch und wird danach in die Grube ausgeleert? Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein. (Matthäus 15, 17-18)

Warum versucht ihr denn nun Gott dadurch, daß ihr bein Joch auf den Nacken der Jünger legt, das weder unsre Väter noch wir haben tragen können? Vielmehr glauben wir, durch die Gnade des Herrn Jesus selig zu werden, ebenso wie auch sie. (Apostelgeschichte 15, 10-11)

Zusammengefasst: Speisegebote sind eine Äußerlichkeit, die ausschließlich für das Volk Israel galt. Was wichtig ist, ist die Zugehörigkeit zu GOTT durch Gnade, und nicht die Einhaltung diverser Regeln, was im obigen Text als "Joch" bezeichnet wird.
30.4.06 19:15


Anfrage zum Pfingstlertum

Frage:

Ich habe auf ihrer Internetseite den Link-Pfingstlertum
gesehen. Der leider nicht aktiv ist. Deshalb meine Frage: Was ist der Unterschied von Pfingstlern und dem Evangeliums-Christentum?


Antwort:

Tut mir leid, dass der Link zum "Pflingstlertum" partiell nicht funktionsfähig war. Inzwischen funktioniert er wieder. Hier einige Informationen über das Pfingstlertum, die den Unterschied zum biblischen Christentum aufzeigen:

Die organisierten Pfingstler (z. B. „Bund frei- kirchlicher Pfingstgemeinden” (BFP), früher Arbeitsgemeinschaft der Christen-Gemeinden in Deutschland (ACD) oder „Wort des Glaubens”, „Wort des Lebens” usw.) verlegen ihre Entstehung, ähnlich wie die katholische Kirche, gerne in apostolische Zeiten. Das ist nicht nur eine unzulässige Geschichtsklitterung, sondern Etikettenschwindel. Die Pfingstler können sich ebensowenig auf Pfingsten berufen wie die Katholiken auf Petrus oder die Neuapostolischen auf die Zwölf-Apostel. Das Pfingstlertum steht nicht in der Tradition des ersten Pfingstfestes, sondern entstand durch den Freimaurer Charles Fox Parham und seine Bibelschule in Topeka/Kansas. Weiter zurück läßt sich die Pfingstler-Tradition nicht verfolgen.

Parhams Bibelschüler, unter ihnen ein gewisser William Seymour, nahmen seine psychody- namische Lehre begeistert an und breiteten sie aus. Besagter Seymour brachte die neue Lehre in seine Azusa-Street-Gemeinde in Los Angeles ein, wo alles außer Kontrolle geriet, ähnlich wie dann in Deutschland in der Kasseler Bewegung. Selbst Pfingstler-Vater Parham schreibt darüber: "Ich eilte nach Los Angeles und zu meiner äußersten Überraschung fand ich Bedingungen vor, schlimmer als ich ahnte. Br. Seymour kam hilflos zu mir, er sagte, er könne sich nicht gegen den Strom stemmen, der aufgebrochen ist. Ich saß auf der Plattform in der Azusa-Street-Mission und sah die Manifestation des Fleisches, spirititistische Machtäußerungen, ich sah Leute, die Hypnose praktizierten am Altar über Kandidaten, die die Taufe im Hl. Geist suchten. Freilich erhielten viele auch die echte Geistestaufe"....."Nach der Predigt wurde ich von zwei Ältesten informiert, einer war ein Hypnotiseur (ich sah ihn wie er seine Hände auf viele legte, die dadurch schnatternd, plappernd und sprudelnd wurden), do daß ich mich von dem Platz wegwünschte" (Parham, Sarah E.: The Life of Charles Parham, Joplin/Missouri 1930, Reprint 1985 Garland Publ. New York, Seite 163). Dann weiter S. 168:

"Laßt mich es deutlich sagen hinsichtlich des Werkes wie ich es hier vorfand. Ich fand hypnotische Einflüsse, spiritistische Einflüsse, mesmerische Einflüsse und alle Formen der Zauberei, der Krämpfe, des Fallens in Trance usw." Die Geister, die Parham gerufen hatte, wurden sie nun nicht mehr los.

Seine Ehefrau Sarah Parham berichtet in ihrer Biographie, daß er Freimaurer war, und daß sie ihn drängte, aus der Loge auszutreten. Er gab ihrem Drängen nach und entschloß sich auszutreten und sie freute sich darüber. Doch wurde der Entschluß wohl nie realisiert. Später nämlich, als sie schon in Baxter Springs wohnten, bracht er von seiner Palästinareise einen wertvollen Logen-Hammer mit. Er präsentierte ihn der Freimaurerloge in Baxter Springs. Der Logenhammer wird in der Biographie abgebildet. Er selbst schreibt darüber in seiner Tagebuchaufzeichnung vom 01.02.1929: „I am going to bring a gavel home with me. The handle is made of olive wood but the mallet part comes from the stones in the innermost part of Solomon's quarrys where he Masons come to hold their lodge. I am going to present it to the Masonic lodge in Baxer Springs with my respects." (ebd., S. 373).

Parham war Sympathisant des Ku-Klux-Klan. Besagter William Seymour, Sohn eines Sklaven, durfte als Bibelschüler den Vorlesungen Parhams nur vom Nebenraum aus lauschen (Hollenweger, Walter J.: Charismatisch- pfingstliches Christentum, Göttingen 1997, Seite 35). Soweit ein kurzer historischer Abriß.

Die meisten pfingstlichen Pastoren wußten nichts von dem schon seit 25 Jahren bestehenden Dialog zwischen den Pfingstlern und der röm.-kath. Kirche und dessen Folgen für die Ortsgemeinden. Viele zeigten sich bestürzt, als sie die Wahrheit erfuhren (z. B. Durch die Publikation des Buches "Pfingstler und Katholiken im Dialog", erschienen 1999 im Charisma Verlag Düsseldorf, welches die Abschlußberichte der vier bisherigen Dialogphasen enthält. Auf Anfrage sende ich Ihnen hierüber gerne mehr Informationen kostenlos zu).

Gerade die Pfingstler, die viel vom Heiligen Geist, dem Geist der Wahrheit sprechen, tendieren mit ihrer Verbindung zur Ökumene eher zum Geist der Lüge. Ökumenekritikern halten sie entgegen, daß sie schon 1984 aus der ACK ausgetreten sind. Die Realität sieht allerdings so aus: Nur der Dachverband in Erzhausen ist ausgetreten, und zwar nur auf Druck durch die Basis, weil es sonst zu einer Spaltung des Verbandes gekommen wäre. Gleichzeitig aber wurde es allen Ortsvereinen frei gestellt, in der ACK zu verbleiben. So sind die Großstadtvereine in der ACK geblieben und es werden immer mehr, die in die ACK eintreten, wie z. B. Die Freie Christengemeinde Bad Kreuznach. Das gleiche gilt für die Freie Christengemeinde Speyer, die der ACK beigetreten ist. Ebenso ist Mitglied der ACK geworden die Jesus-Haus-Gemeinde in Düsseldorf und die Vineyard-Gemeinden (John Wimber, Torontosegen) in Hamburg.

Heute ist der BFP Vereinbaungpartner beim Evangelischen Missionswerk des Weltkirchenrates, Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband (freimaurerisch) und Vollmitglied der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF). Dies sind alles ökumenische Verbände. Damit ist der BFP mitverantwortlich für das ökumenische Treiben und die Charta Oecumenica. Brisant daran ist, dass diesem erlauchten Kreis auch die Ecclesia und die Volksmission e. C. angeschlossen sind; denn sie gehören seit geraumer Zeit zu den Erzhausenern. BFP-Präses Ingolf Ellßel ist Vorsitzender der europäischen Pfingstkonferenz (Stand: 06/2005). Ellßel fordert alle Pfingstgemeinden auf, den Status einer KdöR anzustreben.

Wenn man z. B. die Pfingstgemeinde in Norddeich anschaut, sieht man mit Erschrecken, was durch die Ökumene aus den Pfingstlern geworden ist. Ihr Sozialwerk Nazareth beschreibt sich in einer Selbstdarstellung so: “Offenheit und Achtung für .... alle Bevölkerungsschichten und Weltanschauungen prägen ihre Arbeit”. Kann man als Christ wirklich für alle Weltanschauungen offen sein und sie achten? Nein, man muss sie sogar verachten, wenn sie Gottlosigkeit und Atheismus auf ihr Banner geschrieben haben.

Zwei weitere Beispiele über die ökumenischen Verbindungen des organsisierten Pfingstlertums möchte ich hier anführen: David du Plessis und Waler Hollenweger. Du Plessis, ursprünglich ein entschiedener Christ aus Südafrika, misstrauisch gegen alle Unterwanderung des Christentums, wurde durch die Vision eines Heilungspredigers radikal umgedreht und entwickelte sich zum Extrem-Ökumeniker der Pfingstler, der im Weltkirchenrat genauso zu Hause war wie beim Papst im Vatikan, so daß er 1962 sogar von seinen eigenen Pfingstler- verbänden (Assemblies of God) ausgeschlossen wurde. Erst als die Pfingstler im Verlauf der Jahre selbst genügend ökumenisiert waren, nahmen sie den Ausschluß wieder reuevoll zurück.

Walter Hollenweger war zunächst einfacher Pfingstler-Evangelist und Übersetzer William Branhams. Ein paar Jahre später saß er bereits als Mitarbeiter des Weltkirchenrates in Genf und ist heute vollends ein Verfechter von Gruppendynamik, Spiritualismus und Einheit aller Religionen und Kulte.

Weitere Informationen stehen unter:
http://www.hauszellengemeinde.de/pfingstlertum.html
30.4.06 18:40


Neues Leben Übersetzung

Frage:

Was sagen Sie denn zur neuen Bibel von Neues Leben?
Auch falsch?


Antwort:

"Lebensnah, leicht verständlich und doch sachlich und inhaltlich zuverlässig ... lebendige moderne Sprache, verbunden mit der Nähe zum biblischen Urtext" sind nach Angaben des Verlags die Kennzeichen der Neues-Leben-Übersetzung (NLÜ). Vorlage dieser (moderat) kommunikativ (auf Verstehbarkeit) ausgerichteten Übersetzung aus bibeltreuer Hand ist offenbar die in der angelsächsischen Welt beliebte amerikanische New Living Translation (Wheaton: Tyndale, 1996).

Wie ist die NLÜ aus fachlicher Sicht zu beurteilen? Für die Qualität einer Übersetzung entscheidend sind in erster Linie
a) deren Treue zum Originalinhalt und
b) deren Verstehbarkeit.
Nach dem Anspruch des Verlags zeichnet sich die NLÜ in beiden Bereichen aus. Doch stehen Anspruch und Wirklichkeit im Einklang zueinander? Die Antwort, die sich nach einer recht intensiven Durchsicht der NLÜ aufdrängt, lautet: Teils ja, teils nein.

Tatsächlich bedient sich die NLÜ weitgehend einer lebendigen, zeitgerechten Sprache, die ein hohes Maß an Verstehbarkeit gewährleistet. Manche Teile sind nach meinem Dafürhalten stilistisch hervorragend gelungen. Dazu zählen etwa der Galaterbrief und Psalm 68, deren Lektüre mir besondere Freude bereitete (u.a. weiter 1Kor 1,17 [Und dies nicht mit geschliffenen Reden, welche die Zuhörer beeindrucken], Eph 6,10ff, Phil 3,1.7). Tatsächlich weist die NLÜ auch insofern ein hohes Maß an Treue zum Originalinhalt auf, als mir bei meiner Durchsicht nichts theologisch Bedenkliches begegnet ist: Nach meiner Beobachtung stellen sich gewählte Textdeutung und Formulierung - wie auf Grund der amerikanischen Vorlage und des theologischen Engagements des Verlags zu erwarten - in keinem Fall in den Dienst irgendeiner Sonderlehre moderner oder herkömmlicher Ausprägung.

Andererseits darf eine Reihe von Aspekten nicht verschwiegen werden, die die Qualität der NLÜ (in der gegenwärtigen Form) um einiges schmälern:

Die Verstehbarkeit kann zwar in weiten Teilen als vorbildlich bezeichnet werden. Doch trifft man immer wieder auf Passagen, die gerade in diesem Bereich zu wünschen übrig lassen, sei es im Blick auf die Wortwahl oder auf die Gestaltung der Textstruktur (verstehbarkeitsfördernde Verknüpfung von Sätzen und Absätzen [Textkohärenz]). Röm 9,11 (Doch [? - ein Gegensatz ist im Kontext nicht ersichtlich] (schon vor der Geburt … sprach Gott zu Rebekka.) und Kol 4,6 ((Redet freundlich und klar mit ihnen, damit [? - das Folgende kann schwerlich Ziel/Zweck des Vorausgehenden sein] (ihr wisst, wie ihr jedem Einzelnen am besten antworten sollt.) sind zwei von einer recht großen Zahl von Beispielen, auf die ich gestoßen bin.

Während die Treue der NLÜ zum Originalinhalt im Großen und Ganzen in Ordnung ist, stößt man immer wieder auf Problematisches, besonders wenn man sich den Details zuwendet. An zu vielen Stellen vermisst der Sachkundige die eigentlich zu erwartende exegetische Sorgfalt. Eine gründliche Beschäftigung mit den Deutungsmöglichkeiten der Grundtextpassage scheint recht häufig zu fehlen. Wieder zwei von recht vielen mir aufgefallenen Beispielen: Ps 66,5 ("an seinem Volk" statt (an den Menschen[kindern]) und Phil 3,8 ("Ich habe alles andere verloren [statt: (aufgegeben]). Hängt dieser Mangel vielleicht damit zusammen, dass bei der Entstehung der NLÜ die amerikanische Vorlage eine größere Rolle spielte als der hebräische und griechische Grundtext? Auf jeden Fall tun Leser der NLÜ gut daran, diese Übersetzung durch bewährte zu ergänzen.

Fazit: Die NLÜ weist ein hohes Maß an Verstehbarkeit und Treue zum Originalinhalt (theologisch unbedenklich) auf. Gleichzeitig ist sie in beiden Bereichen, vor allem aber im letzteren, an recht vielen Stellen verbesserungsbedürftig und sollte daher durch bewährte Übersetzungen ergänzt werden.
Das größte Manko der Bibelübersetzung ist, dass nicht der Textus Receptus die Textgrundlage ist. Das bedeutet, dass wichtige Teile der Bibel fehlen bzw. nicht korrekt wiedergegeben sind!

Quelle: Bibel und Gemeinde 2003/3 (von mir ergänzt)
30.4.06 03:04


Ehe und Ehelosigkeit

Frage:

Ich habe folgende Frage:
In 1. Korinther 7 redet Paulus über die Beziehung zwischen Mann und Frau (Ehe und Ehelosigkeit), und dass der Mann (bzw. die Frau) gar nicht heiraten sollten und damit Geschlechtsverkehr haben sollten. Nur weil eben der Mensch schwach ist darf er „halt“ heiraten – obwohl es eigentlich nicht Gottes Wille entspricht. Demnach ist ja auch das Zöllibat der katholischen Pfarrer zu erklären. Andererseits sagen fast alle nicht-katholischen Christen, auch Christen sollen heiraten.
Was stimmt den jetzt, und wie ist 1. Korinther 7 zu verstehen?
Ich bedanke mich bereits im Vorraus für die Antworten und wünsche Gottes Segen


Antwort:


In Kapitel 6 hat Paulus sich mit den Gefahren der Sexualität außerhalb der Ehe befaßt. Nun wendet er sich dem Verhalten der Christen innerhalb der Ehe zu. Die Vernachlässigung der ehelichen Pflichten, derer sich manche Korinther offenbar schuldig gemacht haben, war wohl mit ein Grund für die Unmoral, die der Apostel soeben verurteilt hat.

1. Kor 7,1: Die Wendung keine Frau zu berühren - wahrscheinlich ein Euphemismus, mit dem Paulus den Geschlechtsverkehr umschreibt (vgl. 1. Mose 20,6; Spr 6,29) - benutzen manche Korinther anscheinend als Vorwand, auch in der Ehe enthaltsam zu leben. Paulus wollte damit jedoch lediglich verhindern, daß der Zustand der Ehelosigkeit abgewertet wurde.

1. Kor 7,2: Das Normale ist auf jeden Fall, dass man heiratet und mit seinem Ehepartner auch Geschlechtsverkehr hat. Wenn der einzelne versucht, im Zölibat zu leben, ohne von GOTT dazu berufen zu sein (vgl. V. 7), setzt er sich leicht der Gefahr aus, der Unzucht zu erliegen. Aus diesem Grund ermutigt Paulus die Menschen zu heiraten.

1. Kor 7,3 - 4: Dabei stellt er die Gleichberechtigung und gegenseitige Verpflichtung in der sexuellen Beziehung zwischen Mann und Frau in den Vordergrund, indem er betont, daß jeder dafür verantwortlich ist, den anderen zufriedenzustellen.

1. Kor 7,5: Offensichtlich haben manche Korinther versucht, auch in der Ehe enthaltsam zu leben, diesen Entschluß anscheinend jedoch ganz allein, ohne das Einverständnis ihres Ehepartners, gefaßt (V. 3 - 4), was daher in manchen Fällen den anderen zur Unzucht verleitete (V. 5 b; vgl. V. 2). Paulus empfiehlt den Korinthern deshalb, derartige einseitige Beschlüsse zu unterlassen. Um in der Ehe enthaltsam zu leben, müssen drei Bedingungen erfüllt sein:
(a) Die Enthaltsamkeit soll nur dann geübt werden, wenn beide es wollen.
(b) Sie sollen zuvor eine Zeit ausmachen und danach wieder wie Mann und Frau zusammenleben.
(c) Eine solche Zeit sexueller Enthaltsamkeit soll den Eheleuten Ruhe zum Beten verschaffen.

1. Kor 7,6: Diese Möglichkeit der zeitweiligen Enthaltsamkeit ist jedoch lediglich eine Empfehlung, die die Eheleute wirklich nur dann befolgen sollen, wenn die drei genannten Bedingungen gegeben sind. Paulus weist ausdrücklich darauf hin, daß sie kein Gebot darstellt. Die Vermutung, daß er hier davon spricht, daß die Ehe ein Zugeständnis ist, scheint angesichts von 1. Mose 1,28, dem ersten Gebot in der Bibel, und angesichts der jüdischen Auffassung, in der Paulus groß geworden ist und die die Ehe als für alle Menschen -ausgenommen die sexuell Impotenten - obligatorisch betrachtet (Mishna Niddah 5. 9), unwahrscheinlich.

1. Kor 7,7: Da der Apostel jedoch auf jeden Fall vermeiden will, daß die Ehelosigkeit mit einem Stigma versehen wird, bestätigt er nochmals (vgl. V. 1), daß auch sie etwas Gutes ist. Er selbst hält sie sogar für einen ausgezeichneten Zustand und wünscht sich, daß jeder ihre Vorteile einsieht. Doch er weiß, daß es bei der Entscheidung für oder gegen die Ehe um mehr als um ein Abwägen von Vor- oder Nachteilen geht; beides, Ehe und Ehelosigkeit, sind Gaben von Gott. Gott ist es, der einen jeden Christen dazu beruft, zu heiraten oder ledig zu bleiben (vgl. Mt 19,12).

1. Kor 7,8 - 9: Das in Vers 1 - 2 Gesagte gilt auch für die, die nicht verheiratet sind, aber bereits Geschlechtsverkehr hatten (vgl. "Jungfrauen", V. 25). Zu den Ledigen gehören sowohl Geschiedene beider Geschlechter als auch Witwer (die Witwen werden gesondert erwähnt; vgl. 39 - 40). Ihnen sagt er, daß es gut ist, wenn sie ledig bleiben, doch nur, wenn Gott ihnen die Kraft dazu gibt (V. 7). Paulus, der als Theologe keineswegs im Elfenbeinturm lebte, ahnt die praktische Frage, die seine Leser ihm stellen würden, voraus: wie ein Mensch wissen kann, ob es ihm gelingen wird, enthaltsam zu leben. Er antwortet ihnen, was er sich dazu überlegt hat: Wer sich nicht enthalten kann, besitzt diese Gabe nun einmal nicht und soll heiraten.
30.4.06 02:26


Ivo Sasek

Frage:

Hallo, liebe Geschwister, aus gegebenem Anlass bitte ich
Euch um Euere Erfahrungen über die o. g. Person falls Ihr etwas habt oder wisst. Ich habe eine Schwester im Hauskreis, die fährt voll auf die Lehren und Machenschaften dieses Mannes ab. M. E. halten diese Lehren der Bibel nicht in allen Punkten stand, aber ich weis zu wenig über diese Person. Da ich Euere Seite gut kenne und sehr schätze liegt mir viel an
einer Aussage von Euch. Mit brüderlichen Grüßen und Gottes Segen


Antwort:

Diese Zusammenstellung ist nicht als Überblick über die Lehren von Ivo Sasek gedacht, sondern berührt nur diejenigen Themen, wo seine Abweichung vom biblischen Evangelium besonders deutlich wird. Wir anerkennen die Haltung Ivo Saseks in bezug auf praktische Heiligung und Absonderung von weltlichen Gemeinden, können aber seine Schriften und Kassetten vom biblischen Standpunkt aus nicht empfehlen.
Mögen die folgenden Zitate für sich selber sprechen.

Stellung zur Heiligen Schrift:
Aus "Laodizeas Verhängnis", Kapitel "Frommer Ungehorsam", Untertitel "Der Ungehorsam aufgrund der Heiligen Schrift" (S.84-96):
"Vorweg sei gesagt, dass ich kein Tüpfelchen der Heiligen Schrift antaste. Sie ist das vollkommenste Schriftwunder, das es auf dieser Welt gibt. Sie ist eine Sammlung vollendeter Schriftstücke, Schriftstücke, die direkt aus dem Munde Gottes inspiriert wurden.
Lasst mich nun etwas sagen, das viele Gemüter erhitzen wird: Wenn wir glauben, dass am jüngsten Tag allein das Buch der Bibel aufgeschlagen wird, um unsere Werke und Gesinnungen zu richten, dann irren wir gewaltig (Offb. 20,12). Glaubt es oder verwerft es, Gott wird einst mehr Bücher zitieren, die von anderen Verfassern als etwa von Paulus, Petrus, Johannes oder Jakobus stammen, Schreiber aus allen Jahrhunderten und Hintergründen. Die Schreiber der Bibel vermitteln uns lediglich den vollkommenen Rohstoff,
Das ganze Reich Gottes ist einer fortlaufenden Entwicklung unterworfen. Jeder, der daran beteiligt ist, legt mit seiner Offenbarung nur wieder eine Grundlage für denjenigen, der nach ihm kommt.
Wie werden wir unseren Ungehorsam gegenüber so vielen Männern Gottes rechtfertigen, die in unseren Tagen und während allen Jahrhunderten nach den ersten Aposteln gewirkt haben? Christus hat durch viele von ihnen genauso verbindlich, ja oft sogar noch verbindlicher zu uns geredet als durch das Zeugnis der "Schrift allein". Diese Tatsache erfahren wir, sooft wir beim Bibellesen feststellen müssen, dass der Text uns zu gewissen Zeiten nicht viel zu sagen hat. Die Diener Gottes dagegen, die Gott eigens zu uns sendet, die bringen uns auch Sein aktuelles Wort zur Stunde. Auch in der jüngsten Zeit hat Gott noch Seine Rufer. Wie kommen wir bloss um sie und ihre Schriften herum?
Ich habe ja eingangs gesagt, dass die Schrift unsere einzige und ewige Grundlage ist. Aber
Ich sage es im Namen des HERRN: Wenn Christus heute auch durch das schwächste und verachtetste Glied einer Gemeinde zu uns redet; es ist für uns genauso verbindlich wie die Schrift selbst! Er wird uns ebenso dafür zur Rechenschaft ziehen, wie wenn wir Mose oder Petrus übergangen hätten.
Wenn dieses Wort und dieser Aufruf vom Haupt des Leibes ist, dann wird auch dieses Buch einst vor dem Thron aufgeschlagen werden
Die vollkommene Inspiration der Heiligen Schrift nützt uns ein alter Hut, wenn wir nicht ebenso vollkommene Inspiration bei deren Auslegung erhalten. Diese vollkommene Auslegung hat Gott aber willentlich auf den ganzen Leib Christi über alle Zeitalter hin beschlossen und verteilt. Er allein bestimmt, wem Er welche Bau-steine der Auslegung anvertraut und wen Er zur Fortentwicklung der Offenbarung verantwortlich macht. "

Die zentrale Stellung von Ivo Sasek:

­Sie zeigt sich bereits daran, dass im Bücher- und Kassettenverzeichnis ausschliesslich Werke von Ivo Sasek angeboten werden.
­ Auf ermahnende Briefe verschiedener Brüder (auch auf solche, die nebst brüderlicher Kritik auch viel Anerkennendes enthalten), reagierte Ivo Sasek entweder gar nicht oder dann so, dass er die Ermahnung ablehnte.
­ Die folgenden, wörtlich wiedergegebenen Sätze aus der Kassette "Wandel im Geist" (Juni 1999) lassen keinen Zweifel offen, dass Ivo Sasek sich eine Autorität zumisst, die seit dem Abschluss der Heiligen Schrift keinem Menschen mehr zusteht. Diese Tatsache allein genügt eigentlich bereits, um ihn als falschen Lehrer zu erkennen.
"Ich sage: wer gegen diese Botschaft redet; ich sage: wer gegen mich redet und diese Botschaft, wer sich dem Wort nicht fügt, das ich sage, ich Ivo Sasek hier in Walzenhausen, ist kein echter Diener Gottes."
"So wahr ich hier stehe, so wahr steht Gott hinter dem, was ich sage. Und wer gegen mich redet und mich, wie es jetzt 22 Jahre passiert ist ­ ich bin der Allerverachtetste, ich wüsste niemand, der mehr durch den Dreck gezogen wird, buchstäblich nicht. Wer gegen mich redet: ihr werdet sehen, was mit den Menschen geschieht, denn ich hab den Dienst jetzt angetreten, erst jetzt. Wer mir jetzt nicht gehorcht, gehorcht dem Herrn nicht."
"Wenn jemand gegen mich redet, dann redet er gegen Gott, ich sag es gleich wie es ist."
Von denjenigen, die nach dieser Botschaft nach vorne gehen (zu Gebet und Segnung mit Handauflegung) erwartet Ivo Sasek, dass sie sich verbindlich und ausschliesslich an ihm orientieren, sich in seinem Werk "bemessen" und von ihm als Organismus einpflanzen lassen. "Wir pflanzen dich dort ein, wo du hingehörst." Alles müsse unter "apostolisch-prophetischer Aufsicht" geschehen, und ein paar Sätze später heisst es "unter unserer Aufsicht".

Spezielle Begriffe:

­ "Bemessung": In den Panorama-Nachrichten vom Dez. 1998 erklärt eine Mitarbeiterin: "Ja,für uns war es zuerst auch erstaunlich, wie Gott diese neue Art des Dienstes in unserer Mitte hervorschälte. Die meisten bemessen sich viel zu hoch, meinen, die Schuhe des Vaters seien exakt das Richtige für sie Praktisch sieht [eine Bemessungswoche] so aus, dass Ivo jeweils am Besuchertag einen Grund mit dem Wort legt. In der kommenden Woche erarbeiten wir dann als Team (ohne Ivo) dieses Wort, helfen mit, dass jeder selber vor Gott stehen kann, bis er weiss, was der Herr durch die Predigt in sein Leben hineinspricht. "
­ Organische Konferenz, organisches Leben, organische Realitäten
­ Organische Christus-Generation (unter diesem Namen tritt die Gemeinschaft um Ivo Sasek seit Sommer 2000 in die Öffentlichkeit mit Vorführungen von "3-D-Live-Shows")
­ Hochziele Gottes ­ usw.

Kinder ­ die uns verheissene Erlösergeneration:

Aus "Der Oelbaum", Sept. 2000:
"Und in unseren Tagen, wenn es um die Vollendung der Gemeinde geht, geht es um die Herausgeburt einer ganzen Erlösergeneration. Darum hat der Feind wieder mit Kindermord begonnen [Geburtenregelung, Abtreibung]. Dass diese Mordwelle gerade in unseren Tagen den Höhepunkt aller Zeiten erreicht hat, zeigt an, dass genau jetzt die Stunde da ist, da diese verheissene neue Erlösergeneration am Entstehen ist.
Wollen wir unsere Kinder in die Fülle des ihnen zugedachten Erbes und in die Vollkraft des Geistes hineinbringen, müssen wir sie nach den Bedingungen der Nasiräer grossziehen [nicht im at-äusserlichen, sondern im nt-übertragenen Sinn]: Aller rivalisierenden Gaumen-, Ohren- oder Fleischeslust, sowie jeglicher Leidenschaft bereits in den Anfängen wehren.
Auf unsere Kinder soll der Geist des Herrn fallen. Sie sollen, erfüllt von der Kraft und Salbung des Allmächtigen, Träger einer durchschlagenden Erweckung ­ beginnend unter Kindern ­ werden. Durch sie sollen Werke Gottes geschehen, die diese seufzende Schöpfung ins Jauchzen und die Sterne am Himmel ins Tanzen versetzen. Indem sie in ungetrübtem Augenkontakt und ungeteilter Beziehung zu Gott, dem Allmächtigen, aufwachsen, indem sie ohne Ablenkung zu einem immer stärker anschwellenden Kraftfeld Gottes werden, sollen durch sie Werke Gottes geschehen, wie die Welt sie noch nie gesehen hat."

Über die Wirkung der Züchtigung in der Kindererziehung:

(Aus "Der Oelbaum", Juni 2000):
"Die Heilige Schrift sagt uns in aller Deutlichkeit, dass das gute Wollen substantiell bei jedem Menschen vorhanden ist, nur eben das Vollbringen des Guten nicht. Sobald wir das Böse gründlich genug austreiben, fliesst das Gute von selbst nach. Ich sagte, gründlich genug! Dies ist ein schlichtes Naturgesetz und hat mit Glauben oder Unglauben gar nichts zu tun. So wie das Gute nie unter Zwang in ein Kind hineinkommt, so kommt das Böse nie ohne Zwang aus ihm heraus. Sobald das Böse ausgetrieben wird, rückt feierlich der gute Vorsatz und Wille nach."

Kommentar:

Das Familienleben und die Kindererziehung der Saseks ist ohne Zweifel eindrücklich und wohl für viele der grösste Anziehungspunkt und die Bestätigung dafür, dass die Lehre Ivo Saseks "von Gott" sein müsse. Gerade aus den obigen Aussagen geht aber hervor, dass hinter der Zucht und Ordnung, wie sie bei Saseks sicher vorbildlich gelebt wird, ein Menschenbild steht, das über das hinausgeht, was die Schrift uns lehrt. Wir befürchten, dass ihre Kinder, die zum Teil auch schon in den Verkündigungsdienst einbezogen werden, ein ungesundes Sendungsbewusstsein entwickeln. Sich als Erlösergeneration und Empfänger des doppelten Erbanteils zu sehen, als gottgeweihte Nachkommen eines gesalbten Propheten Gottes, das mag ihnen den Antrieb und die Kraft geben, den Erwartungen entsprechend heilig zu leben. Aber ob sie wirklich die Bedeutung dessen erkannt haben, was der Herr Jesus Christus am Kreuz getan hat?
Ivo Sasek spricht viel über tiefes, "organisches" geistliches Leben, über apostolisch-prophetischen Dienst, aber kaum etwas über die Person und das Werk und die Herrlichkeit des Herrn Jesus Christus. Er spricht von der Vollendung der Gemeinde, von der Wiederherstellung aller Dinge, von der Vereinigung Gottes als unserem Hochziel, von einem alle Äonen umfassenden Organismus, aber wo ist das Kreuz, das Zentrum, auf welchem unsere Erlösung ruht? Wo ist die Botschaft der Errettung, das "Vor-die-Augen-Malen" des gekreuzigten Christus?
Auch wenn einiges an Ivo Saseks Lehre und Leben beeindruckend ist, müssen wir doch vor seiner Bewegung warnen. Sie ist gefährlich, weil sie über die Schrift hinaus geht, eine höhere, bzw. tiefere geistliche Erfahrungsebene anbietet und sehr stark auf eine einzelne Person fixiert ist.
Wer Christi Knecht sein will, halte sich fern von menschlicher Unterjochung, und sei sie noch so fromm getarnt!
30.4.06 01:58


Theologische Frage

Frage:

Dürfen Frauen in der Gemeinde predigen und lehren?


Antwort:

1. Der Begriff “didasko”

Ich erlaube aber einer Frau n i c h t , zu l e h r e n , noch über den Mann zu herrschen, sondern still zu sein, denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva;..

(1. Tim. 2,12f.)

Im griechischen Grundtext steht in 1. Tim. 2,12 für den Begriff “lehren” das Wort “didasko”. Wörtlich übersetzt bedeutet das Wort “Lehren als Leiterdienst mit Autorität”. Dieser Ausdruck beinhaltet die Praxis des Lehrens im Rabbinat (autoritativ). Das hebräische Wort für “didasko” lautet “maskil” und bedeutet im Judentum z. Zt. JESU die Auslegung der Tora und der Entscheidung von Rechtsfällen. Der Rabbi besitzt Schüler, die seine Auslegung und seine Entscheidungen studieren. Diese Schüler (hebr. Talmidim) sind dem Lehrer gegenüber zu Respekt und Gehorsam verpflichtet. Außerdem bzeichnet “didasko” die Anweisung von militärischen Instruktionen in einem kaiserlichen Befehlsschreiben.



2. Der Begriff “katecheo”

Der griechische Begriff “katecheo” bedeutet “unterweisen”. Ursprünglich bezeichnet er das Tun der Dichter oder Schauspieler, die von der Bühne herab reden (daher die Urbedeutung: “von oben herab tönen lassen”). Bei Plutarch (pythagoreischer Schriftsteller, ca. 50 – 120 n. Chr.) hatte es die sehr allgemeine Bedeutung von “Kunde geben von etwas”, “etwas berichten”. Neben “unterweisen” kommt “katecheo” auch in der Bedeutung von “belehren” und “unterrichten” vor.

Im hebr. entspricht es dem Wort “jarah” (= zeigen, unterweisen, z. B. in Jes. 28,9 und 1. Sam. 12,23).

Im NT kommt “katecheo” siebenmal vor: Luk. 1,4; pg. 18,25; 21,21.24. Paulus benutzt dieses Wort ausschließlich dafür, jemanden über den Inhalt des Glaubens zu unterrichten: 1. Kor. 14,19; Röm. 2,18; Gal. 6,6 (= Hinweis auf berufsmäßiges Lehrertum in der Gemeinde, das Anspruch auf Lebensunterhalt hat).

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3. Der Begriff “sophroneo”

...die alten Frauen desgleichen in ihrem Betragen, wie es dem heiligen Stande geziemt, nicht verleumderisch, nicht Sklavinnen von vielem Wein; Lehrerinnen des Guten; auf dass sie die jungen Frauen u n t e r w e i s e n , ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben........ (1. Tim. 2,3.4)

Das griechische Wort für “unterweisen” lautet “sophroneo” und hat folgende Bedeutung: “zur Besonnenheit anleiten”; “lehren, besonnen zu sein”; “unterweisen (in der Besonnenheit)”; “bei gesundem Verstand sein”; “angemessen zu denken”. Dieses Wort stammt von gr. “sophron” ab und besitzt die Bedeutung: “von gesundem Verstand”. Dieses Wort kennzeichnet jemandem, der seine eigene Freiheit und seine Möglichkeiten durch richtiges Denken begrenzt und Selbstbeherrschung in der rechten Zügelung aller Leidenschaften und Begierden zeigt. Es beschreibt eine Person, die freiwillig ihre Freiheit zugunsten des Dienstes für GOTT einschränkt und in diesem Dienst ihren gesunden Menschenverstand einsetzt.

“Sophron” ist der genaue Gegensatz zu “hybristes” (= Hochmütiger; einer dessen Geringschätzung und Verachtung anderer sich in leichtfertigem und überheblichem Handeln zeigt).

Fazit: Die Bibel lehrt, dass Frauen in der Gemeinde nicht autoritativ (gr. “didasko”) lehren dürfen (1. Tim. 2,12), aber sie dürfen und s o l l e n andere Menschen unterweisen (gr. “katecheo” und “sophroneo”); vgl. Apg. 18,25.26; Titus 2,3-5.
27.4.06 17:06


zu "Was seit ihr von Religionsanhänger"

Frage:

Denn Christus ist das Ende des Gesetzes zur Gerechtigkeit
für jeden, der glaubt. (Römer 10,4)
Es ist ganz einfach so, daß viele sich ,,Christen''nennen, weil sie meinen die Gebote, zu halten und damit wären sie gerrettet. Damit wären sie aber aus Werken gerrettet und so käme die Ehre für die Errettung diesem Menschen selber zu, er hätte sich selbst errettet. Aber so geht das nicht, denn jeder ist Sünder und ein Sünder kann sich nicht selber die Gnade schenken. Die Gnade kommt nur von Gott. Ihm allein gebührt
dafür alle Ehre. Die Gebote sind uns aber dazu gegeben, damit wir unsrere Sünden erkennen. Denn ohne Gesetz gibt es auch keine Sünde. Wenn es für Mord kein Gesetz gibt, daß den Mord zu einer Straftat macht, dann ist Mord keine Straftat. Erst durch das Gesetz wird der Mord wirklich zu einer Straftat, und so kann derselbe auch bestraft werden. Heißt es aber auf Jesus bezogen, da er ja das Gesetz abgeschaft haben soll, daß mir als Christ jetzt erlaubt ist, einen Mord zu begehen ? Warum sagt dann Jesus zu dem reichen Mann: ,,Er aber sprach zu ihm: ......... Wenn du aber ins Leben hineinkommen willst, so halte die Gebote ! Er spricht zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Diese: Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsches Zeugnis geben; ehre den Vater und die Mutter; und: du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst !'' (Matt. 19,17-19), redet Jesus hier nicht von dem Gesetz oder den Geboten und warum sagt Jesus: ,,Wer nun eins dieser geringsten Gebote auflöst und so die Menschen lehrt, wird der Geringste heißen im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, dieser wird groß heißen im Reich der Himmel.'' (Matt 5,19). Wird hier nicht eindeutig gesagt, daß die Gebote NICHT aufgelöst sind ? Es sind jüdische Gesetze aufgelöst, wie zB. die Schlachtopfer, weil
Jesus das eine wahre Opfer für uns vollbracht hat (Hebr 10,1-18), aber damit sind lange nicht die Gebote auf-gehoben. Sowie aber die Gebote unsere Sünde aufdecken, so verdeutlichen sie auch das Gegenteil davon, und das ist der Begriff ,,Heilig''. Aber mit der Heiligung des Christen soll dieser auch die Gebote halten und somit auch das vierte Gebot: ,,Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Du sollst an ihm keinerlei Arbeit tun ................. Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht,
das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.'' (2.Mose 20, 8-11). Und etwas weiter wird nocheinmal betont : ,,Haltet nur ja meine Sabbate!Denn sie sind ein Zeichen zwischen mir und euch für all eure Generationen, damit man erkenne, daß ich, der HERR, es bin, der euch
heiligt.'' (2.Mose 31,13). Kennt ihr die Schriften nicht ? Was sagt dann folgendes aus: ,,Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten (Joh 14,15); oder ,,Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren. (Joh 14,21); (und weitere Stellen: Joh 15,10 - 1.Kor 7,19 - Jak 2,10 - 1.Joh 2,3 - 1.Joh 5,2) Oder was sagt diese Stelle : ,,Wer sagt: Ich habe ihn erkannt, und hält seine Gebote nicht, ist ein Lügner, und in dem ist nicht die Wahrheit. (Joh 2,4); - ,,Denn dies ist die Liebe Gottes, daß wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer. (1.Joh 5,3)'' Sagt das alles nicht genug ? Weihnachten, Ostern und solche Tage werden heute gefeiert, obwohl im Wort Gottes nicht eine Silbe dazu steht, da uns gebietet, diese Tage zu feiern. Geht es aber um den Sabbat und die Gebote, welche inn Gottes Wort eindeutig verzeichnet sind, dann ist das Gesetz plötzlich aufgelöst. Aber einer der die Gnade Gottes für sich angenommen hat und hinterher weiter mit der Sünde lebt, der tritt die Gnade in den Schmutz. Dann gilt weiterhin : ,,der Lohn der Sünde ist der Tod ... (Römer 6,23); - ,,Denn wenn wir mutwillig sündigen,
nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, sondern ein furchtbares Erwarten des Gerichts und der Eifer eines Feuers, das die Widersacher verzehren wird. ...... Wieviel schlimmere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch das er geheiligt wurde, für gemein erachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat ?'' (Hebräer 10,26-27). Die vorherigen Sünden sind uns mit dem Sühnetod Jesu alle verge-ben, aber mit jeder bewußten neuen Sünde trete ich die Vergebung in den Schmutz. Halte ich aber die Gebote, dann tue ich keinem mehr was Böse an und damit ist für mich die Strafe aufgehoben
und das erste Gebot erfüllt: ,,Du sollst den Herrn, deinen Gott,
lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand." Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: ,,Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Denn ,, an diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz ... '' (Matt 22,37-39)


Antwort:

Zitat: "Warum sagt dann Jesus zu dem reichen Mann: ,,Er aber sprach zu ihm: ......... Wenn du aber ins Leben hineinkommen willst, so halte die Gebote ! Er spricht zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Diese: Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsches Zeugnis geben; ehre den Vater und die Mutter; und: du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst !'' (Matt. 19,17-19)..."

Er fragte nicht, wie er gerettet werden könne, sondern er wollte einen sicheren Weg in das Reich des Messias wissen. Durch welches "gute Werk" konnte er sich für dieses Reich qualifizieren? JESUS antwortete: "Gut ist nur Einer", nämlich GOTT. Wenn man nach der erforderlichen Vollkommenheit strebt (Mt 5,48; vgl. Mt 19,21) muss man sich daher bemühen, so gut zu sein wie Gott selbst. Der Jüngling muss also GOTTES Gerechtigkeit besitzen, die durch den Glauben an JESUS CHRISTUS kommt (Röm 4,5).
Als der Jüngling jedoch nicht antwortete, wies JESUS ihn darauf hin, dass in das Leben (d. h. in das Leben im künftigen Gottesreich) nur der eingehen kann, der unter Beweis stellt, daß er gerecht ist. Da der offizielle Maßstab für Gerechtigkeit (der HERR JESUS war noch nicht am Kreuz gestorben und von den Toten auferstanden) aber das mosaische Gesetz war, riet er dem jungen Mann, er solle die Gebote halten. Der war scharfsichtig und fragte sofort nach: "Welche?" Denn die Pharisäer hatten den Geboten Moses Anordnungen hinzugefügt, die weit über das hinausgingen, was GOTT mit ihnen bezweckte, so daß ganz andere Maßstäbe für Gerechtigkeit entstanden waren. Der junge Mann fragte also im Grunde: "Muß ich alle Vorschriften der Pharisäer halten?" JESUS antwortete darauf, indem er mehrere Gebote - genauer gesagt das fünfte bis neunte Gebot - aus der zweiten Gesetzestafel wiederholte: Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben. Auch das positive Gebot, die Eltern zu ehren (2. Mose 20,12 - 16), zählte er auf, nicht jedoch das zehnte Gebot (2. Mose 20,17) über das Begehren. Er fügte allerdings die allumfassende Aussage hinzu, "du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" (vgl. 3. Mose 19,18; Mt 22,39; Röm 13,9; Gal 5,14; Jak 2,8).
Der junge Mann versicherte, er habe alle diese Gebote gehalten, doch er fühle, daß ihm noch immer etwas fehle (Mt 19,20). Ob er die Gebote wirklich alle gehalten hatte, weiß nur GOTT. Jedenfalls war er selbst überzeugt davon. Er hatte aber dennoch das Gefühl, daß in seinem Leben irgend etwas noch nicht ganz in Ordnung sei. JESUS legte dann auch den Finger genau auf diesen einen wunden Punkt, als er ihm sagte, er solle hingehen, verkaufen, was er habe, und es den Armen geben und sich so einen Schatz im Himmel erwerben. Eine solche Zuwendung zu den Armen wäre ein Zeichen innerer Gerechtigkeit gewesen. Wenn der junge Mann also tatsächlich gerecht gewesen wäre (wenn er an JESUS als GOTT geglaubt hätte), hätte er seinen Reichtum den Armen geben und JESUS nachfolgen müssen. Statt dessen ging er jedoch betrübt davon (lypoumenos, "sehr traurig"; vgl. Mt 14,9; Mt 18,31), denn er hatte viele Güter. Seine mangelnde Bereitschaft, seinen Reichtum aufzugeben, zeigte, daß er seinen Nächsten nicht wie sich selbst liebte. Damit hatte er nicht alle Gebote gehalten und war nach wie vor der Erlösung bedürftig.


Zitat: "Wer nun eins dieser geringsten Gebote auflöst und so die Menschen lehrt, wird der Geringste heißen im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, dieser wird groß heißen im Reich der Himmel.'' (Matt 5,19). Es sind jüdische Gesetze aufgelöst, wie zB. die Schlachtopfer, weil Jesus das eine wahre Opfer für uns vollbracht hat (Hebr 10,1-18), aber damit sind lange nicht die Gebote aufgehoben. Sowie aber die Gebote unsere Sünde aufdecken, so verdeutlichen sie auch das Gegenteil davon, und das ist der Begriff ,,Heilig''. Aber mit der Heiligung des Christen soll dieser auch die Gebote halten und somit auch das vierte Gebot: ,,Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten."

Dieser Abschnitt enthält den Kern der Botschaft JESU - er zeigt Seine Haltung gegenüber dem Gesetz. JESUS stellte nicht etwa ein "Gegengesetz" zum mosaischen Gesetz und zu den Worten der Propheten auf, sondern demonstrierte, wie die wirkliche Erfüllung des Gesetzes und der Propheten - im Gegensatz zu den Traditionen der Pharisäer - aussah. "Das Gesetz und die Propheten" stehen hier stellvertretend für das ganze Alte Testament (vgl. Mt 7,12; Mt 11,13; Mt 22,40; Lk 16,16; Apg 13,15; Apg 24,14; Apg 28,23; Röm 3,21). Das Wort "wahrlich" aus der Wendung "wahrlich, ich sage euch", ist die Übersetzung von "Amen". (Das griechische amen ist eine Übertragung des hebräischen ´aman, "stark, wahr sein".) Dieses "wahrlich, ich sage euch" leitet eine feierliche Aussage ein, auf die die Hörer besonders achten sollen.
Die Erfüllung, von der JESUS sprach, war so vollständig, daß sie auch den kleinsten hebräischen Buchstaben, das "Jota" (yôd), und das kleinste Zeichen der hebräischen Schrift, das "Tüpfelchen", mit einschloß. Im Deutschen entspräche das Jota etwa dem Punkt über dem "i" (es sieht aus wie ein Apostroph), während einem "Tüpfelchen" dieselbe Bedeutung zukommt wie dem kleinen Schrägstrich, der ein "R" von einem "P" unterscheidet. Solch winzige Details sind deshalb so wichtig, weil Wörter aus Buchstaben bestehen und schon die kleinste Veränderung eines Buchstabens die Bedeutung des ganzen Wortes verändern kann. JESUS sagte, Er werde durch seinen Gehorsam das Gesetz und die Vorhersagen der Propheten über den Messias und sein Königreich vollständig erfüllen. Doch es ging darum, daß auch die Menschen ihren Teil beitrugen. Die Gerechtigkeit, nach der sie ständig strebten - die der Schriftgelehrten und Pharisäer -, genügte nicht, um in das Reich, von dem Jesus sprach, zu kommen. Der Messias verlangte mehr als nur äußerliche Rechtschaffenheit, er forderte eine wirkliche innere Gerechtigkeit, die auf dem Glauben an GOTTES Wort aufbaut (Röm 3,21 - 22). Das wird in Seinen weiteren Ausführungen ganz deutlich.


Zitat: "Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten (Joh 14,15); oder ,,Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren. (Joh 14,21); (und weitere Stellen: Joh 15,10 - 1.Kor 7,19 - Jak 2,10 - 1.Joh 2,3 - 1.Joh 5,2) Oder was sagt diese Stelle : ,,Wer sagt: Ich habe ihn erkannt, und hält seine Gebote nicht, ist ein Lügner, und in dem ist nicht die Wahrheit. (Joh 2,4); - ,,Denn dies ist die Liebe Gottes, daß wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer. (1.Joh 5,3)"

Hierbei handelt es sich um die Gebote JESU und nicht um das mosaische Gesetz. Was sind »meine Gebote«? Z. B. das neue Gebot von Joh 13,31ff. Aber mehr noch: alles, was Jesus seinen Jüngern zu halten befohlen hat (vgl. Mt 28,20 und Joh 4,24.38; Joh 5,14; Joh 6,27.53ff.; Joh 8,11.31ff. 51; Joh 12,35ff. 44ff.; Joh 20,21ff.). Man erkennt die echten Nachfolger unter anderem daran, dass sie JESU Gebote halten und nicht das mosaische Gesetz (vgl. Joh 13,35; 1. Joh 2,3ff.; 1. Joh 5,2ff.).


Zitat: "Geht es aber um den Sabbat und die Gebote, welche inn Gottes Wort eindeutig verzeichnet sind, dann ist das Gesetz plötzlich aufgelöst. Aber einer der die Gnade Gottes für sich angenommen hat und hinterher weiter mit der Sünde lebt, der tritt die Gnade in den Schmutz. Dann gilt weiterhin : ,,der Lohn der Sünde ist der Tod ... (Römer 6,23); - Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand." Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: ,,Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Denn ,, an diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz ... '' (Matt 22,37-39)"

Kein bibeltreuer Christ löst das Gesetz auf. Du hast aber einen wichtigen Punkt übersehen: In Römer 8,4 wird gesagt, dass IN uns die Rechtsforderungen des Gesetzes erfüllt werden. Im Neuen Testament findest du dann auch noch, dass alle Gebote des Gesetzes vom Sinai wiederholt werden, mit Ausnahme des Sabbatgebotes. Wenn Gesetz in uns erfüllt wird, dann ist deutlich, dass es nicht durch uns erfüllt wird, obgleich es von außen betrachtet so erscheint, als ob wir es erfüllen. Deshalb gilt für bibeltreue Christen folgendes: CHRISTUS ist des Gesetzes Ende, weil Er das Gesetz völlig erfüllt hat. Er hat nach dem Kolosserbrief die uns entgegen stehende Handschrift in Satzungen an das Kreuz genagelt (Kol.2,14).

Literatur: Walvoord Bibelkommentar
26.3.06 23:10


Pendeln

Frage:

Hallo liebe Geschwister,
brauche dringend Info über die Gefahren des Pendelns aus biblischer Sicht.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen

lg gott befohlen


Antwort:

Das Pendeln gehört in den Bereich der "Mantik". Unter Mantik versteht man die Kunst der Wahrsagung, und zwar in der umfassenden Bedeutung, dass Verborgenes in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft enthüllt werden soll. Der Unterschied zum Hellsehen liegt darin, dass die Nachschau- und Vorschaugesichte der Hellseher spontane Erlebnisse sind, die ohne Vorbereitung oder seelische Disposition den Seher überfallen. Der Mantiker dagegen bedient sich gewisser Vorzeichen und Mittel, z. B. Berg- oder Schneekristalle, Glaskugeln, Spiegel, Karten, Handlininien, Pendel usw., um eine Wahrsagung zustande zu bringen. Religionsgeschichtlich hat die Verwendung des Pendels ihre Wurzel in der Wahrsagerei des Heidentums.

Zu den Gefahren des Pendelns möchte ich auf ein Erlebnis eines bekannten Seelsorgers hinweisen:
"Bei einer Bibel kam ein 19jähriges Mächen zur Aussprache. Sie klagte über Melancholie, Freudlosigkeit, seltsame Anfechtungen in der Nacht, als wollte ihr jemand die Luft abschnüren, Unlust zum Beten, obwohl sie CHRISTUS nachfolgen möchte, Ekel an jeder geistlichen Betätigung. Sie begriff selbst nicht, da sie einerseits einen Zug der Nachfolge JESU hatte und andererseits einen Widerwillen davor.
Eine medizinische Anamnes förderte nichts Besonderes zutage. Das Mädchen war außer den seelischen Verstimmungen gesund. Es lagen weder organische noch neurotische Störungen vor.............Schließlich stießen wir auf einen entscheidenden Punkt. Als Schulkind litt sie an Appetitlosigkeit. Sie wurde von der Mutter daraufhin mehrmals zu einem "Wunderdoktor" gebracht, der mit seinem Pendel die kranke Stelle des Körpers suchte. Das Mädchen erinnert sich, dass nach dieser Behandlung ihre Melancholie einsetzte".
(Koch, Kurt: Seelsorge und Okkultismus, 26. Aufl, Aglasterhausen (Bibel- und Schriftenmission e. V.) o. Jg., S.78)

Am offenkundigsten wird die Gefährlichkeit und Verwerflichkeit der Pendelpraxis auf der spiritualistischen Stufe der Radiästhesie (= = Anwendung eines Pendels bzw. einer Wünschelrute zur Diagnose von Krankheiten und zur richtigen Auswahl der anzuwendenden Arzneimittel). In der Pendelliteratur werden häufig die Beziehungen des Pendelns und Spiritismus sichtbar. Am prägnantesten zeigt das der Pendelfachmann Glahn, der drei Pendelarten unterscheidet:

- den magnetischen Pendel
- den psychischen Pendel
- den spirituellen Pendel

Im Bd. VI seiner Pendellehre befasst er sich ausgiebig mit dem spiritistischen Gebrauch des Pendels. Bei diesem Phänomen handelt es sich um einen Vorgang, der dem "Glasrücken" ähnlich ist. Ein Verstorbener wird zitiert. Das Gespräch vollzieht sich mit Hilfe einer Buchstabentafel. Der Pendel wählt die Buchstaben aus, die zusammengesetzt die Antwort des Verstorbenen darstellen sollen.

In der einschlägigen Literatur werden folgende Symptome von Menschen beschrieben, die sich mit dem Pendeln eingelassen haben:

- Lästergedanken
- Stimmenhören
- quälende Gehörshalluzinationen
- Krampfzustände
- Unruhe usw.

Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die beiden Arbeiten von Dr. Lechler "Psychopathie" und "Seelische Erkrankungen und ihre Heilung". Lechler zeigt, dass hochgradige Empfindlichkeit unter besonderen Umständen zum Hören von inneren Stimmen führen kann. Krampfzustände, Unruhe, Zwangsgedanken und Stimmenhören sind häufig Zeichen einer depressiven oder sensitiven psychopathischen Anlage. Unreine Gedanken und Lästergedanken treten manchmal auch im Zusammenhang mit einer Zwangsneurose auf. Personen, die obige Symptome aufweisen, müssen natürlich erst medizinsich untersucht werden, damit eine Krankheit diagnostiziert bzw. ausgeschlossen werden kann.

Der Angelpunkt für das geistliche Verständnis der heidnischen Magie im Raume Israels ist 3. Mose 19,31:

Ihr sollt euch nicht an die Geisterbefrager wenden, noch an die Wahrsager; ihr sollt sie nicht aufsuchen, um euch an ihnen zu verunreinigen; denn ich, der JHWH (= JAHWE), bin euer GOTT.

Alle magisch-mantischen Praktiken des AT werden von der Situation des ersten Gebotes aus verstanden. Der Israelit hatte es in erster Linie nicht mit den Ascherabildern oder gar Dämonen zu tun, sondern er wurde mit dem heidnischen Brauchtum vor die Schranke seines GOTTES gerufen. Er musste sich entscheiden, ob JAHWE sein HERR war oder nicht.

Das NT bezeugt, dass hier nur der HERR JESUS helfen kann:

Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen! (Apg. 4,12). In Matth. 11,28 ruft der HERR alle Belasteten auf, zu Ihm zu kommen. Wer versucht, seine Belastungen ohne CHRISTUS loszuwerden, wird maßlos enttäuscht werden.

M. E. sind die nächsten Schritte:
- Alle okkulten Gegenstände sollten vernichtet werden (hier der Pendel).
- Die betreffende Person sollte mit allen medialen Kontakten und Freundschaften brechen
- Die betreffende Person sollte ihre Schuld erkennen und bekennen (vgl. 1. Joh. 1,9)
- Danach sollte die Person ihr Leben dem HERRN JESUS übergeben und im Glauben die Vergebung ergreifen
- Sie sollte regelmäßig im Wort GOTTES lesen und beten
- Sie sollte in eine Gemeinschaft von wiedergeborenen Christen eingegliedert werden
6.3.06 22:56


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